Antidemokratisch und illiberal: Goldbach Neo verweigert AL Aushang von Wahlplakaten

Die Alternative Liste (AL) hat im Gemeinderat auf demokratischem Weg eine Motion zur Reduktion von kommerzieller Aussenwerbung eingebracht. Die Ratsmehrheit hat diese Motion angenommen. Die Plaktgesellschaft Goldbach Neo OOH rächt sich nun an der Partei, indem sie der AL den Aushang von Wahlplakaten verweigert. Durch diesen Eingriff in die freie politische Meinungsbildung schafft das Unternehmen der TX Group einen gefährlichen Präzedenzfall.

Kollektives Halluzinieren: Wie Goldbach Neo die Stadt und die SLK täuscht – und weitere unrühmliche Details

Goldbach Neo OOH wirbt für Demenzforschung - weil keine Nachfrage nach kommerziellen Spots da ist

Werbespots auf den Bildschirmen von Goldbach Neo OOH in der Stadt Zürich und Umgebung dauern 10–20% kürzer als vorgeschrieben und verkauft. Beschwerden beim Hochbaudepartement und der Lauterkeitskommission wurden abgewiesen. Der Schriftverkehr zeigt nicht nur, wie Goldbach Neo bzw. AWS Aussenwerbung Schweiz getäuscht hat, sondern liefert weitere, möglicherweise strafrechtlich relevante, brisante Details.

Matthias Ackeret verweigert sich dem Dialog

Persönlich will keine Reklame cropped

Der Verleger und Werbelobbyist Matthias Ackeret legt sich auf allen Kanälen ins Zeug, damit der von der Aussenwerbung bestimmte Status Quo in Zürich aufrecht erhalten wird – zur Not mit alternativen Fakten. Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft hat ihn zu einem zweijährigen, faktenbasierten Dialog herausgefordert. Er hat abgelehnt.

Plakatgesellschaften verletzen Regeln systematisch – Stadt schaut weg: Aufsichtsbeschwerde

Die Plakatgesellschaften und die Stadt Zürich verweisen stets auf die zahlreichen Auflagen zum Betrieb von Aussenwerbung. Was sie verschweigen: Die Plakatgesellschaften brechen diese Regeln, die Stadt kontrolliert es nicht, und rapportierte Verstösse werden weder geahndet noch korrigiert. Am 2. Oktober 2024 hat die IG PRG deshalb beim Bezirksrat eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Hochbaudepartement und das Departement der Industriellen Betriebe eingereicht.

Silicon Valley vs. Aussenwerbung Schweiz, Tamedia und Persönlich: Die Propaganda schaltet einen Gang höher

Persönlich will keine Reklame cropped

Früher war die Werbung noch toll, heute ist alles ein Einheitsbrei. Der Grund? Amazon, Apple, Meta, Microsoft und Google. Dies die These eines kürzlich erschienenen SonntagsZeitung-Artikels, in der die Werbelobby unwidersprochen zur Sprache kommt. Was vertuscht wird: Das ist Teil der orchestrierten Propaganda, die die Plakatgesellschaften und ihre Handlanger derzeit verbreiten

Studie: Digitale Aussenwerbung verkauft zu hohe Reichweiten – Millionenschaden für Werbetreibende

Out-of-Home Watch

Eine anderthalbjährige Studie legt nahe, dass im Bereich der digitalen Aussenwerbung viel zu hohe Reichweiten, also potenzielle Kontakte, verkauft werden. Dies geschehe nicht zuletzt auf öffentlichem, von der Stadt Zürich verpachteten Grund. Die Studie «Out-of-Home Watch» schätzt die Schäden für Werbetreibende auf mehrere Millionen jährlich.

Von wegen Meinungsäusserungsfreiheit: APG|SGA zensiert Sujet von IG PRG

Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft wollte auf einem Werbebildschirm von APG|SGA ein Sujet veröffentlichen, das der Verein bereits 2023 auf Screens von Neo Advertising ausgestrahlt hatte. Doch der zu 25% zur NZZ-Gruppe gehörende Marktführer weigerte sich: Nach Begutachtung ihres [sic!] Sujets beziehen wir uns auf die «Allgemeine Geschäftsbedingungen Digitale Out of Home Werbung» Artikel 7.1, wonach die APG|SGA die Ausstrahlung ohne Angabe von Gründen und im eigenen Ermessen ablehnen kann.—… Weiterlesen

Stadtzürcher AL reicht Motion zur Einschränkung von kommerzieller Aussenwerbung ein

Überall mehren sich die Zeichen, dass die Befreiung des öffentlichen Raums von den kommerziellen Interessen einiger weniger langsam in Fahrt kommt. Nachdem in der Romandie verschiedene Vorstösse erfolgreich waren, wird auch in Zürich dem Stadtrat Feuer unter dem Hintern gemacht. Heute hat die AL eine Motion zur Reduktion von kommerzieller Werbung eingereicht.

Aufruf: Wehren wir uns gegen schädliche kommerzielle Werbung

Genève Zéro Pub, Sortir de la Pub und die IG Plakat | Raum | Gesellschaft veröffentlichen einen Text zum Thema Werbung und Konsum, der auf die Problematik von kommerzieller Werbung hinsichtlich des Klimawandels aufmerksam macht. Zu den 160 Mitunterzeichner:innen zählen über 50 namhafte nationale, kantonale und kommunale Parlamentarier:innen, werbekritische Organisationen aus sechs Ländern, sowie Akademikerinnen, Aktivisten und Privatpersonen.

Genf stimmt am 12. März über kommerzielle Aussenwerbung ab

Nach einem zermürbenden Kampf gegen die Werbelobby und ihre hartnäckige Ideologie, darf die Genfer Stimmbevölkerung am 12. März 2023 endlich darüber abstimmen, ob kommerzielle Aussenwerbung durch Werbung für kulturelle, politische und gemeinnnützige Zwecke ersetzt werden soll. Dass sich der demokratische Souverän dazu äussern darf, ist einmalig.