Veranstaltung: Werbefreie Städte (28.9.26)
Wie prägt Werbung im öffentlichen Raum unser Komsumverhalten und unsere Vorstellung vom guten Leben? Veranstaltung am 28. September 2026 im Kulturpark.
Wie prägt Werbung im öffentlichen Raum unser Komsumverhalten und unsere Vorstellung vom guten Leben? Veranstaltung am 28. September 2026 im Kulturpark.
Am 19. März 2025 hat der Zürcher Gemeinderat den Stadtrat beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten, um Werbebildschirme im öffentlichen Raum abzubauen und die Aussenwerbung auf Plakaten stark zu reduzieren (Motion 2024/178). Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft legt nun ein Konzept vor, das aufzeigt, wie dies nachhaltig und mit Gewinn fürs Stadtbild geschehen kann.
Die rechtsbürgerliche Organisation IG Freiheit hat fünf Kandidat:innen für den Schmähpreis «Rostiger Paragraph» nominiert. Mit dabei: Michael Schmid (AL) mit seinem Engagement für die Reduktion von kommerzieller Werbung im öffentlichen Raum. Jetzt abstimmen!
Es braucht eine ordentliche Portion Kühnheit, um das Fachpublikum und die Bevölkerung anzuschwindeln. Genau das tut die Werbebranche in Interviews zu den neusten Plakat-Propaganda-Propagandaplakaten. Ihre Profiteure Persönlich und NZZ lassen sie gewähren.
Die Alternative Liste (AL) hat im Gemeinderat auf demokratischem Weg eine Motion zur Reduktion von kommerzieller Aussenwerbung eingebracht. Die Ratsmehrheit hat diese Motion angenommen. Die Plaktgesellschaft Goldbach Neo OOH rächt sich nun an der Partei, indem sie der AL den Aushang von Wahlplakaten verweigert. Durch diesen Eingriff in die freie politische Meinungsbildung schafft das Unternehmen der TX Group einen gefährlichen Präzedenzfall.
Mit der kürzlich aufgeschalteten Website pro-plakat.ch verzerrt die Lobbyorganisation Aussenwerbung Schweiz die Wirklichkeit, wie es nur eine auf Propaganda getrimmte Maschine tun kann. Mitunterschrieben haben namhafte Verbände und Vertreter:innen aus der Wirtschaft sowie Kulturinstitutionen, die von Einschränkungen von kommerzieller Aussenwerbung nicht betroffen wären.
Werbespots auf den Bildschirmen von Goldbach Neo OOH in der Stadt Zürich und Umgebung dauern 10–20% kürzer als vorgeschrieben und verkauft. Beschwerden beim Hochbaudepartement und der Lauterkeitskommission wurden abgewiesen. Der Schriftverkehr zeigt nicht nur, wie Goldbach Neo bzw. AWS Aussenwerbung Schweiz getäuscht hat, sondern liefert weitere, möglicherweise strafrechtlich relevante, brisante Details.
Die Romandie und die Deutschschweiz spannen zusammen und organisieren gemeinsam ein Symposium zu Aussenwerbung. An drei Panels und in einem Atelier werden verschiedene Dimensionen der Rolle von Werbung für nachhaltigen Konsum beleuchtet. Neben internationalen Aktivist:innen nehmen auch Vertreter:innen aus Gemeindeverwaltungen und der Werbeindustrie teil.
Der Verleger und Werbelobbyist Matthias Ackeret legt sich auf allen Kanälen ins Zeug, damit der von der Aussenwerbung bestimmte Status Quo in Zürich aufrecht erhalten wird – zur Not mit alternativen Fakten. Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft hat ihn zu einem zweijährigen, faktenbasierten Dialog herausgefordert. Er hat abgelehnt.
Heute Abend hat der Gemeinderat der Stadt Zürich die vom Stadtrat abgelehnte Motion zur Reduktion von Fremdwerbung und dem Verzicht auf Werbebildschirme mit einer Textänderung der SP angenommen.
Die 2019 versprochene, dann wieder vergessene neue Energiebilanz wurde fast ein Jahr lang geheimgehalten, bis die IG PRG sie sich mittels Öffentlichkeitsgesetz erstritten hat. Nun zeigt sich: Keine einzige der Lücken der früheren Energiebilanz von 2017 wurden geschlossen, dafür hat sie einige grobe Fehler.
Die Plakatgesellschaften und die Stadt Zürich verweisen stets auf die zahlreichen Auflagen zum Betrieb von Aussenwerbung. Was sie verschweigen: Die Plakatgesellschaften brechen diese Regeln, die Stadt kontrolliert es nicht, und rapportierte Verstösse werden weder geahndet noch korrigiert. Am 2. Oktober 2024 hat die IG PRG deshalb beim Bezirksrat eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Hochbaudepartement und das Departement der Industriellen Betriebe eingereicht.
Früher war die Werbung noch toll, heute ist alles ein Einheitsbrei. Der Grund? Amazon, Apple, Meta, Microsoft und Google. Dies die These eines kürzlich erschienenen SonntagsZeitung-Artikels, in der die Werbelobby unwidersprochen zur Sprache kommt. Was vertuscht wird: Das ist Teil der orchestrierten Propaganda, die die Plakatgesellschaften und ihre Handlanger derzeit verbreiten
Eine anderthalbjährige Studie legt nahe, dass im Bereich der digitalen Aussenwerbung viel zu hohe Reichweiten, also potenzielle Kontakte, verkauft werden. Dies geschehe nicht zuletzt auf öffentlichem, von der Stadt Zürich verpachteten Grund. Die Studie «Out-of-Home Watch» schätzt die Schäden für Werbetreibende auf mehrere Millionen jährlich.
Die IG Plakat | Raum | Gesellschaft wollte auf einem Werbebildschirm von APG|SGA ein Sujet veröffentlichen, das der Verein bereits 2023 auf Screens von Neo Advertising ausgestrahlt hatte. Doch der zu 25% zur NZZ-Gruppe gehörende Marktführer weigerte sich: Nach Begutachtung ihres [sic!] Sujets beziehen wir uns auf die «Allgemeine Geschäftsbedingungen Digitale Out of Home Werbung» Artikel 7.1, wonach die APG|SGA die Ausstrahlung ohne Angabe von Gründen und im eigenen Ermessen ablehnen kann.—… Weiterlesen
Einmal mehr hat das Bundesgericht festgelegt, dass ein Verbot von Aussenwerbung zulässig ist und die Wirtschafts- oder Meinungsäusserungsfreiheit nicht über Gebühr beeinträchtigt. Besonders erfreulich an diesem Entscheid ist, dass auch Werbeverbote auf Privatgrund, die vom öffentlichen Grund aus sichtbar sind, zulässig sind.
Überall mehren sich die Zeichen, dass die Befreiung des öffentlichen Raums von den kommerziellen Interessen einiger weniger langsam in Fahrt kommt. Nachdem in der Romandie verschiedene Vorstösse erfolgreich waren, wird auch in Zürich dem Stadtrat Feuer unter dem Hintern gemacht. Heute hat die AL eine Motion zur Reduktion von kommerzieller Werbung eingereicht.
Genève Zéro Pub, Sortir de la Pub und die IG Plakat | Raum | Gesellschaft veröffentlichen einen Text zum Thema Werbung und Konsum, der auf die Problematik von kommerzieller Werbung hinsichtlich des Klimawandels aufmerksam macht. Zu den 160 Mitunterzeichner:innen zählen über 50 namhafte nationale, kantonale und kommunale Parlamentarier:innen, werbekritische Organisationen aus sechs Ländern, sowie Akademikerinnen, Aktivisten und Privatpersonen.
Werbekritische Organisationen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien weisen in einem Agora-Beitrag in Le Courrier auf die Verantwortung der Werbebranche für die Klimakrise hin und heben Initiativen in verschiedenen europäischen Städten hervor.
Viel ist seit Anfang März geschehen. Ein Update.